Montag, 31. August 2026

Anthony Horowitz: Wenn Worte töten

Nach The Word is Murder (fand ich gut) und The Sentence is Death (fand ich bescheiden) ist dies (Originaltitel: A Line to Kill) dritte Teil der Reihe, in der Autor Horowitz selbst als dümmlich-eitler Sidekick des genial-verschrobenen Ex-Polizisten und Privatdetektivs Daniel Hawthorne auftritt.

Das Duo wird zu einem drittklassigen Literaturfestival auf die Kanalinsel Alderney eingeladen. Außer ihnen sind mit von der Partie: eine französische Performance-Lyrikerin, ein Fastfood-verliebter Fernsehkoch, eine Kinderbuchautorin, eine blinde Wahrsagerin und ein Lokalhistoriker. Unter den Insulanern herrscht unterdessen Streit  wegen einer geplanten Stromtrasse. 

Und prompt wird der Mäzen des Festivals, ein Glücksspielunternehmer, ermordet. Seine Frau ist das zweite Opfer. Und es stellt sich heraus: Keiner - außer dem unbedarften Horowitz - ist  in Wirklichkeit wegen der Literatur auf das Festival gekommen. Jeder hat seine eigenen Motive, die Hawthorne nicht verborgen bleiben. Horowitz schon. Klar. 

Schönes, solides Whodunnit, kein Meilenstein des Genres wie Die Morde von Pye Hall, aber eine kleine Wiedergutmachung für den versemmelten zweiten Hawthorne-Fall. Und wie immer erzählerisch ein gekonnter Salto mortale.

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