Freitag, 8. Mai 2026

Fred Vargas: Jenseits des Grabes

Ach ja, Fred Vargas. Wieder einmal. Aber das ist einer ihrer schwächeren Krimis. Skurrilitäten, Verschrobenheiten, ein unüberschaubares Figurenkabinett - das, was Vargas‘ Geschichten so besonders macht, ist auch diesmal wieder da. Aber leider sind ihre Schwächen - langatmiges Erzählen, Plattitüden, viele Wiederholungen - diesmal besonders augenfällig.

In einem verschlafenen bretonischen Dorf machen sich Kommissar Adamsberg und seine Truppe auf die Spur eines Serienmörders, der stets mit der linken Hand und einem teuren Messer zu sticht und außerdem ein befruchtetes, zerdrücktes Hühnerei am Tatort zurücklässt. Was Adamsberg in seine typischen Manier nicht entgeht: Alle Opfer sind von Flöhen befallen. 

Fazit: Das Buch ist zu dick. Es hätte das Potenzial zu etwas Unterhaltsamerem, denn wie immer wimmelt es von Sonderlingen - allen voran Adamsberg selbst: „seine verworrene Logik, die verschlungenen, seltsamen Pfade, denen er folgte, seine rätselhaften Gedankengänge“…

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