Der Ich-Erzähler, Schweizer Sachbuchautor, lebt in Chicago, wo er in der Bibliothek die Physikerin Agnes kennenlernt. Sie werden ein Paar, finden aber keine gemeinsame Sprache als Agnes schwanger wird. Der Verlust des Kindes macht ihre frühere Leichtigkeit unmöglich. Auf Agnes‘ Wunsch schreibt er die Geschichte der beiden auf, aber in einer alternativen Version, die sich immer auch in die Zukunft erstreckt.
Was ist Alternative? Was ist ausgedacht? Was ist „Realität“ - also das, woran ich als Leser Ansprüche stelle: Logik, Folgerichtigkeit, schlüssige Erzählweise. Was ist das, was sich die (ausgedachte!) Figur nur ausgedacht hat? Gibt es Alternativen, die gültiger sind als andere? Was wäre, wenn? Stamms Roman setzt diese Gedankenspirale in Gang, die sich immer, immer schneller dreht. Like a tunnel you can follow to a tunnel of it’s own…

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